Wie SERP-Features Ihr organisches Google-Ranking beeinflussen

Was habe ich eigentlich auf dem Schirm? Eine Frage, die man sich von Zeit zu Zeit durchaus stellen muss. Bereit für einen kleinen Test? Los geht´s:  Geben Sie auf Ihrem Desktop-Bildschirm einen Suchbegriff bei Google ein und dann geben Sie denselben Begriff in Ihr Smartphone ein. Fast zwei verschiedene Welten, oder? Tja. So siehts aus😊 Wie wichtig diese Erkenntnis für Ihr Business ist, werden Sie jetzt erfahren.

Was ist SERP?

Glauben Sie mir. Sie kennen SERP. Auch wenn Sie jetzt meinen, Sie haben keine Ahnung, was das sein soll. SERP ist die Abkürzung für Googles Search Engine Results Page, also die Google Suchergebnis-Seite. Wir verbringen wohl mehr Zeit auf SERP als auf irgendeiner anderen Website. Je nach Endgerät und Suchanfrage nutzt Google andere Formate, andere SERP-Features, um die Suchergebnisse darzustellen. Und das beeinflusst den Erfolg Ihrer Website gewaltig.

Der heiße Kampf um Sichtbarkeit

Im B2B-Sektor kommen aktuell über 50 % der Anfragen über ein mobiles Endgerät. Das heißt ein Großteil der B2B-Suchanfragen werden heute über Smartphones getätigt. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl bis 2020 auf etwa 70 % steigen wird. Darauf sollte Ihr Business SEO-technisch vorbereitet sein. Auch Google hat natürlich prompt auf diesen Trend – hin zu mobilen Endgeräten – reagiert und den Indexierungsprozess verändert. Dazu im Verlauf des Artikels mehr. Fix ist: Die Leute suchen immer mehr über Ihre Smartphones und das verändert das Suchverhalten. Durch verschiedene SERP-Features wird es immer schwieriger mit Ihrer Website auf den ersten Blick sichtbar zu sein.

„Above the fold“ ist Gold wert

Das Sichtfeld und die Anordnung der SERP-Features verändern sich, je nach Endgerät, massiv. Das hat auf Ihre Online-Business verständlicherweise maßgebliche Auswirkungen. Suchmaschinenoptimierung wird noch wichtiger.

Hier kommt ein Begriff ins Spiel, der schon mehr Jahre auf dem Buckel hat als das Internet selbst. Und trotzdem ist er für das Online Marketing im Jahr 2019 wichtiger denn je.

Die Rede ist von „Above the Fold“. Gemeint ist jener Bereich einer Website, den man ohne weiteres Scollen zu Gesicht bekommt. Speziell bei der Google Sucheergebnis-Seite (SERP) ist der Platz „Above the Fold“ wahres Gold wert.

Auf großen Bildschirmen sehen Sie meisten mehrere organische Suchergebnisse „Above the Fold“. Das heißt, wenn Ihre Unternehmer-Website auf Platz 3 oder 4 rankt haben Sie immer noch eine Chance am ersten Blick gesehen zu werden. Aber auch hier wird der Kampf um diese Plätze viel heißer (Siehe Beispiel unten!). Im Extremfall kann es sein, dass Ihre Website auf Platz 1 rankt und am Smartphone dennoch nicht „Above the Fold“ zu sehen ist. Aber knapp unter „Above the Fold“ zu landen ist keine Tragödie. Wichtig ist nur, dass sie nicht zu weit nach unten rutschen. Schauen Sie sich einfach Ihr eigenes Suchverhalten an. Sie geben einen Suchbergriff ins Handy ein, ziehen den Daumen 1-2 Mal nach unten und das wars. Das bedeutet: Um mobile sichtbar zu sein, müssen Sie fast Platz 1,2 oder 3 einnehmen.

Vergleich zwischen Desktop- und Smartphone-Anzeige

Die Desktop-Darstellung:

Bei der Desktop-Version ist noch ein organisches Suchergebnis sichtbar.

Die Smartphone-Darstellung: 

In der Smartphone-Darstellung sieht man keine organischen Suchergebnisse. Die organischen Suchergebnisse sind somit “Below the Fold”.

Welche Elemente stehlen Ihrer Website die Show?

Googles SERPs können verschiedene Elemente anzeigen: die Suchergebnisse selbst (sogenannte Ausschnitte), ein Knowledge Graph, eine Antwortbox, Bilder, Einkaufsergebnisse und mehr. Abhängig von der Art der Abfrage und den von Google gefundenen Daten werden einige dieser Elemente angezeigt.

Sie können Google bezahlen, damit ein Ausschnitt Ihrer Seite als Anzeige ganz oben auf der Suchergebnisseite landet. Oder Sie optimieren Ihre Seiten für die Suchmaschinen – und für Ihre User! AdSimple® empfiehlt als Online Marketing Agentur einen Mix aus beidem.

Vor einigen Jahren war es noch deutlich einfacher auch am Handy im „Above the Fold“-Bereich mit Ihrer „Homepage“ zu landen. In den letzten Jahren hat Google allerdings eine Vielzahl an SERP-Features hinzugefügt.

Was sind SERP-Features?

Ein SERP-Feature ist jede Form der Auflistung auf einer Suchmaschinen-Ergebnisseite, die kein organisches Standardergebnis ist. Diese Funktionen wurden entwickelt, um dem User ein besseres Erlebnis zu bieten, indem sie jeden SERP so anpassen, dass er relevantere und detailliertere Informationen anzeigt. Gut und schön – Für Ihre Website bedeutet das aber, dass Sie noch besser ranken müssen, um gesehen zu werden.

Die bekanntesten Features sind Snippets, Bilder, Videos, Shopping und Maps. Doch es gibt mittlerweile noch viel mehr SERP-Elemente:

  • Google Ads

    Google Ads sehen Sie für gewöhnlich über oder unter den organischen Ergebnissen. Diese Art von Werbung bekommt Ihr Ranking aufgrund von Usability und Relevanz.

  • Image Pack

    Diese Funktion liefert Ergebnisse auf Bilder, die eine Person sucht. Diese werden mithilfe der Google SERP-Anfrage erstellt.

  • In-Depth Artikel

    Wenn man nach einigen allgemeinen Begriffen sucht, findet man Artikel die bekannt sind als „in-depth“. Sie werden so genannt, weil bis zu 5000 Worte beinhalten und von vertrauenswürdigen Quellen stammen. Die Suche für diese Texte verwendet andere SERP-Ranglistenregeln.

  • Knowledge Graph

    Der Knowledge Graph erscheint auf der rechten Seite der Suchergebnisse. Diese Infos werden aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Informationen aus dem Knowledge Graph werden verwendet, um gesprochene Fragen in Google Assistant und Google Home Sprachabfragen zu beantworten.

  • Knowledge Panel

    Der Knowledge Panel hilft Usern, mehr über Ihr Unternehmen zu erfahren. Zudem können User den Unternehmer auch direkt kontaktieren. Diese Ergebnisse können rechts der organischen Ergebnisse gefunden werden.

  • Local Teaser Pack

    Diese Funktion bietet Tipps und Infos über Hotels, Restaurants (Ort, Öffnungszeiten usw.). Zum Beispiel können auch Fotos von dem Ort erscheinen.

  • Shopping Results

    Bezahlte Ergebnisse für Produkte und Dienstleistungen. Dort sind Ihre Kosten und die relevanten Bilder zu sehen.

  • Antwort Box

    Eine Antwort Box erscheint irgendwo zwischen den organischen Suchergebnissen. Meist sehr weit oben. Es gibt Vorschläge für Fragen, die Sie interessieren könnten. Wenn Sie auf einen der Vorschläge klicken, erhalten Sie eine entsprechende Antwort.

  • Featured Snippets

    Ein Featured Snippet ist ein hervorgehobenes Suchfeld, das die Frage beantwortet, die Sie in der Google-Suchleiste eingeben. Diese gekennzeichnete Snippet-Box befindet sich oberhalb der regulären organischen Suchergebnisse.

  • Tweet

    Seit 2015 kann man Ergebnisse von Tweeter in Kombination mit organischen Ergebnissen finden. Obwohl sie organisch sind können solche Tweets verwendet werden, visuelle Effekte hinzuzufügen.

Wie hier gut zu erkennen ist, gibt es bei dem Suchbegriff “Theresa May” auf den ersten Blick kein organisches Suchergebnis. Diese Suche erfolgte sogar via Desktop. Auf Smartphones ist die Auswirkung von SERP-Features noch gravierender.

Kampf um Platz eins

Sie sehen schon, der Wettkampf um die obersten Plätze im Google-Ranking nimmt, durch die vielen mobilen Suchanfragen, eine neue Dimension an. Schon 2015 hat Google bestätigt, dass mehr Suchanfragen über das Smartphone getätigt werden als über den PC. In den letzten Jahren stieg die Zahl weiter an.

Jedes Unternehmen muss sich dieser „Mobilen Revolution“ bewusst sein. Marken, die ihre Online-Marketingstrategie nur über eine Desktop-Ansicht umsetzen, haben einen gewaltigen Nachteil.

Mobile First Indexierung

Ja, man kann sagen ein Paradigmenwechsel wurde vollzogen. Vom Desktop hin zu Mobile! Und Google hat auch prompt auf das Suchverhalten der vergangenen Jahre reagiert.

Bisher wurden die Desktop-Versionen einer URL als Hauptindex von Google verwendet. Mittlerweile erfolgt dies durch die mobile Version einer Seite.

Im Webmaster-Blog kündigte Google im März 2018 den Mobile-first-Index an. Also gibt es weiterhin einen Index, doch bisher wurde die Desktop-Version zur Bewertung herangezogen. Nun wird die mobile Variante zur Bewertung verwendet. Bereits im September 2018 begann Google die „Mobile-First-Indexierung“ richtig voranzutreiben. Weltweit bekamen Webmaster die Benachrichtigung, dass das Mobile-first-indexing für die eigene Domain aktiv ist.

Wie verändert die Mobile-First-Indexierung Ihre Suchmaschinenoptimierung?

Die Umstellung bedeutet nicht, dass Sie nun die Desktop-Version vernachlässigen können. AdSimple® optimiert schon seit Jahren sowohl die Desktop- als auch die Mobile-Version für Suchmaschinen, für User und Unternehmen. Und genau so muss es auch sein. Man kann einfach nicht eines des beiden Versionen vernachlässigen. Nur mit ganzheitlichen Marketing-Maßnahmen bleibt man On-Top.

6 Tipps, um für “Mobile-First” gewappnet zu sein

1) Responsive Design

Man sollte meinen, das Responsive Design heutzutage eine Selbstverständlichkeit ist. Doch immer wieder sehen wir gute „Desktop-Seite“, die kein Responsive Design haben. Sprich: Nicht für mobile Endgeräte angepasst wurden. Wenn Google aber ihre Mobile-Version indexiert, gleicht das einer mittleren Katastrophe😊

2) Mobile Seite in der Search Console anmelden

Zeigen Sie Google, wenn Sie eine separate Mobil-Version haben. Alle mobilen Seiten-Angaben sollten eingetragen werden, um Google explizit darauf Aufmerksamkeit zu machen.

3) Mobilen User Agent nutzen

Mit einem mobilen User Agent können sie über die eigene Seite crawlen, um Mängel zu erkennen und entsprechende Verbesserungen durchzuführen. Der Agent kann beispielsweise Fragen über die Usability, Pagespeed uvm. beantworten.

4) Strukturierte Markup überprüfen

Structured Markup bezeichnet die Auszeichnung von Daten, die Suchmaschinen zur Organisation ihrer Suchergebnisse nutzen. Google kann so Resultate liefern, die in einigen Fällen eine besondere Darstellung (zb. Rich Snippets) erhalten und so das Ranking verbessern. Webmaster sollten die Markup-Strukturen ihrer Landingpages überprüfen und idealerweise ein Markup pro Seite verwenden. Dabei sollte das Markup in Desktop- und Mobile-Variante gleich ausfallen. So kann Google den Hauptcontent der Landingpage schneller erfassen.

5) Visibility vergleichen und prüfen

Immer wichtiger wird es, die Leistung Ihrer Website in den mobilen Suchergebnissen zu überprüfen. Richten Sie Ihr Monitoring so ein, dass Sie sowohl Desktop- als auch Mobile-Visibility direkt vergleichen und überprüfen können.

6) Mobile Ladezeit optimieren

Pagespeed ist King! Wie im letzten Blogpost beschrieben, gehört Pagespeed (neben UX und Content) zu den drei wichtigsten Google-Rankingfaktoren. Natürlich gewinnt der mobile Pagespeed immer mehr an Bedeutung. Seit dem Google-Speed-Update im Juli 2018 ist die Ladezeit auf mobilen Endgeräten ein offizieller Rankingfaktor.

Fazit

Sie sehen, in Zukunft werden die mobilen Suchanfragen noch weiter steigen. Vermutlich wird auch die lokale Suche ebenso im Alltag mehr an Bedeutung gewinnen. Dadurch, dass viele Menschen über das Smartphone Ihre Online-Suche machen, ist ein Platz ganz oben im Google-Ranking wichtiger denn je. Speziell bei Smartphones werden die Rankingplätze 6-10 kaum noch beachtet. Spätestens jetzt ist es an der Zeit umzudenken und Ihre Website „mobilfit“ zu machen. Mit effektiven Online Marketing bzw. SEO haben Sie Ihre Nase immer ein Stück weit vor der Konkurrenz. Und das bringt mehr Kunden, mehr Umsatz und mehr Sichtbarkeit.

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15.02.2019|Website-Optimierung, SEO|Kommentare deaktiviert für Wie SERP-Features Ihr organisches Google-Ranking beeinflussen

Über den Autor:

Alexander ist Redakteur bei AdSimple® und schreibt gerne über alles, was mit Online-Marketing zu tun hat. AdSimple® ist die Content-Marketing Agentur aus Österreich. Wir haben jahrelange Erfahrung mit Content-Marketing, SEO und Social Media die wir in den Dienst unserer Kunden stellen.
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